Am 17. November ist Buß- und Bettag!

Buß-undBettag
Bildrechte: Ev. Kirche

Liebe Gemeindemitglieder,
wir feiern den Buß-und Bettag in Gmund am 17. November mit einem Abendgottesdienst um 19.00 Uhr.

Hier sehen Sie das Plakatmotiv der diesjährigen Initiative der evangelischen Kirche und einige Gedanken dazu.

Viele Grüße
Ihr Andreas Kopp-v.Freymann

 

 


 

 

Alles wieder gut!?

Ist das eine Frage oder ein Ausruf zum Buß-und Bettag dieses Jahr?

Morgens um kurz vor neun ist die Nachricht geschrieben. Der Akku ist fast voll. Es gab noch keine langen Chats heute. Viel weiße Fläche kann gefüllt werden. Was will ich antworten?  Soll mich der Satz aufmuntern? Dann klicke ich ihn weg. Diesen dämlichen Spruch habe ich oft genug gehört. In elenden Situationen, wenn Leuten nichts mehr einfällt, sagen manche: Alles wird gut. – Wie denn? Jetzt, nach der Pandemie. Vielen geht es schlecht. Leute sind gestorben.  Andere waren selbst krank und erholen sich mühsam, wieder andere sind völlig überanstrengt nach unglaublich viel Arbeit und wenig Erholung. Zahlreiche Menschen sind auch gut durchgekommen, doch ihre Nachbarn kämpfen um die Existenz. Beziehungen sind zerbrochen, Familien auseinandergedriftet, Jugendliche haben sich zurückgezogen. Manche haben lautstark protestiert, zu recht und zu unrecht.

Nichts ist gut. Nicht so schnell. Ja, die Pandemie klingt ab. Wenn ich könnte, würde ich am liebsten schreiben „ALLES GUT ! ! !“  Wir wollen unser altes Normal zurück oder ein neues Normal.  Egal wie, aber:  feiern, Freunde treffen, sich frei bewegen, essen gehen, Schlange stehen für ein rappelvolles Konzert.

„Siehe, alles war gut“, steht in der Bibel, gleich am Anfang, als Gott Himmel und Erde geschaffen hatte, „sehr gut“ sogar. So ist die Welt gemeint. So kann sie sein. So haben wir sie auch schon erlebt.

Alles wieder gut!? – Was antworte ich?  Drei Punkte. Das heißt, ich weiß es noch nicht. Ich brauche Zeit. Ich muss nachdenken. Wohin soll es gehen? Kommen alle mit? Wie finden wir wieder zusammen? Was muss in Ordnung gebracht werden? Was gibt es zu verzeihen? Wem zu danken?

Drei Punkte. Vor der schnellen Antwort. Zeit zur Besinnung. Dafür steht der Buß- und Bettag.

Wir laden ein in unsere Gottesdienste aber auch zur Diskussion auf Facebook und der Internetseite. Helmut Wöllenstein, Propst in Marburg

www.busstag.de